WARUM KI‒PROJEKTE SCHEITERN. ERFOLGREICHE AUTOMATISIERUNG BRAUCHT EINE BUSINESS INITIATIVE.

Wie viele "Proof of Concepts" (PoC's) liegen in Ihrer Schublade, die zwar technisch beeindruckend waren, aber nie den Weg in den Produktivbetrieb gefunden haben?
In der deutschen Industrie erleben wir gerade ein Paradoxon. Jeder spricht über Künstliche Intelligenz. Budgets werden freigegeben, Innovation Labs gegründet. Doch wenn man nach 12 Monaten auf die Bilanz schaut, herrscht oft Ernüchterung.
Der Grund ist selten die Technologie. Die KI-Modelle (LLMs), die wir heute nutzen, sind reif. Der Grund für das Scheitern ist fast immer strategischer Natur. Es fehlte die Business Initiative.

Das Problem mit dem "Man könnte sich vorstellen..."

In vielen Kick-off-Meetings hören wir Sätze wie: "Mit KI könnten wir uns vorstellen, dass der Kundenservice besser wird" oder "Es wäre doch schön, wenn das automatisch geht."
Das ist der Anfang vom Ende.
"Sich etwas vorstellen" ist keine Währung, mit der Sie Gehälter zahlen oder Investitionen rechtfertigen können. In der Softwareentwicklung, speziell bei KI-Lösungen im Mittelstand, ist diese Herangehensweise toxisch. Sie führt zu Projekten, die als "Lösung auf der Suche nach einem Problem" enden.

Der Unterschied zwischen "Tech-Push" und "Business-Pull"

Der Fehler: Wir haben hier eine tolle KI, die PDF's lesen kann. Lasst uns schauen, wo wir die einsetzen.
Die Lösung: Wir verlieren pro Woche 20 Arbeitsstunden, weil qualifizierte Mitarbeiter Daten aus E-Mails manuell in das ERP abtippen. Das kostet uns 50.000 € im Jahr.
Nur der Business-Pull ist eine echte Business Initiative.

Was genau ist eine Business Initiative?

Eine Business Initiative ist kein IT-Ticket und kein Wunschzettel der Fachabteilung. Es ist ein strategisches Vorhaben, das direkt auf die Unternehmensziele einzahlt und von der Geschäftsführung getragen wird.
Für erfolgreiche KI-Projekte definieren wir eine Business Initiative über drei harte Kriterien:
Ein schmerzhaftes Problem: Es muss "weh tun" (zu hohe Kosten, zu lange Durchlaufzeiten, genervte Mitarbeiter).
Ein messbares Ziel: "Wir wollen schneller werden" reicht nicht. "Wir wollen die Erfassungszeit pro Auftrag von 15 Minuten auf 2 Minuten senken" ist ein Ziel.
Ein Budget für das Ergebnis, nicht den Versuch: Wer nur Budget für einen Testballon freigibt, erwartet unbewusst das Scheitern.

Die Mathematik des Erfolgs: Input vs. Output

Warum scheitern so viele Projekte daran, nachweisbare Ergebnisse zu liefern? Weil niemand vorher definiert hat, was das Ergebnis wert ist.
Nehmen wir ein klassisches Szenario aus unserer Praxis in der Anfragenverarbeitung:
Ein mittelständischer Metallverarbeiter erhält täglich 50 E-Mails mit Anfragen oder Bestellungen (PDF, Excel, Freitext).
Status Quo: 3 Mitarbeiter sind zu 60% damit beschäftigt, diese Daten zu sichten, zu validieren und in das ERP zu übertragen.
Die Kosten: Das sind ca. 3.500 Arbeitsstunden pro Jahr. Bei einem Vollkostenrechnungssatz von 45 €/h verbrennt das Unternehmen 160.000 € jährlich für reine Datenerfassung.
Wenn ein System 80% dieser Routineaufgaben übernimmt, haben Sie im ersten Jahr nicht nur die Kosten gedeckt, sondern haben einen fünfstelligen Gewinn erwirtschaftet.
Das ist Mathematik.

Fazit: Erst die Strategie, dann der Code

Verfallen Sie nicht dem "Shiny Object Syndrome". Bevor wir auch nur eine Zeile Code schreiben oder ein System trainieren, stellen wir die unangenehmen Fragen:
Was genau zahlen Sie ein? (Nicht nur Geld, auch Zeit und Ressourcen)
Was genau erhalten Sie zurück? (In Euro, Stunden oder Fehlerreduktion)
Was passiert, wenn wir das Projekt nicht machen?
Nur wenn die Antwort auf diese Fragen eine klare Business Initiative ergibt, starten wir. Alles andere ist Hobby, dafür ist der deutsche Markt zu hart umkämpft.
Möchten Sie Ihre Business Initiative validieren? Wir schauen uns Ihre Prozesse an und rechnen gemeinsam durch, ob sich ein möglicher Einsatz lohnt. Wenn nicht, geben wir Ihnen ehrliche Rückmeldung.
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